DividendenJournal

Kapitel 05 · Dividenden-Rechner

Freibetragexakt ausnutzen.

Wie viel Kapital muss dein Depot enthalten, damit die jährliche Dividende exakt den Sparerpauschbetrag füllt – aber keinen Cent Steuer verursacht?

§Freibetrag 2026 · 1.000 / 2.000 €
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SparerpauschbetragFreistellungsauftrag1.000 € steuerfreiKapital-Optimierung§ 20 EStGSparerpauschbetragFreistellungsauftrag1.000 € steuerfreiKapital-Optimierung§ 20 EStG

Der Rechner

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0,5 %5 %10 %

Noch offen

Um den Freibetrag voll auszunutzen, fehlen dir 28.571 € zusätzlich investiertes Kapital – das entspricht 1.000 € zusätzlicher Jahresdividende.

Disclaimer: Vereinfachte Modellrechnung – ohne Kirchensteuer, ohne Kursgewinne, ohne Quellensteuer. Rechtsstand Sparerpauschbetrag 2026.

Kapitalbedarf, um exakt 1.000 € steuerfrei auszuschütten

28.571 €

Deine Dividende aktuell

0 €

Steuerersparnis

0 €

0%Freibetrag genutzt

Optimierung

Dein Freibetrag ist noch nicht ausgeschöpft. Bei einer Rendite von 3,5 % genügt bereits ein Depot von 28.571 €, damit alle Dividenden steuerfrei bleiben.

Der kleine Freibetrag mit grosser Hebelwirkung

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1.000 € klingen nicht nach viel. Wer nüchtern rechnet, merkt aber schnell: Diese scheinbar bescheidene Zahl ist die Grundlage einer der wichtigsten Optimierungen im deutschen Kapitalanlagerecht. Der Sparerpauschbetrag befreit Kapitalerträge bis zu einer festen Grenze vollständig von der Abgeltungssteuer. Solange deine jährliche Ausschüttung darunter bleibt, fliesst kein einziger Cent an das Finanzamt. Erst ab dem 1.001. Euro greift die volle Steuerlast von rund 26,375 Prozent.

„Die günstigste Steuer ist die, die nie fällig wird."

Die Grundformel

Die Mathematik hinter dem Rechner ist so trivial wie mächtig: Benötigtes Kapital = Freibetrag ÷ erwartete Dividendenrendite. Bei 3 Prozent Rendite reicht bereits ein Depotvolumen von rund 33.333 € aus, um den Freibetrag exakt auszuschöpfen. Wer 4 Prozent Rendite erwartet, kommt schon mit 25.000 € hin. Und wer sich bewusst konservativ mit 2,5 Prozent kalkuliert, braucht 40.000 € an Kapital.

Warum ist das wichtig? Ganz einfach: Diese Kapitalgrenze ist ein Meilenstein, der beim langfristigen Depotaufbau bewusst angesteuert werden sollte. Alles bis zu diesem Betrag arbeitet unter Idealbedingungen: 100 Prozent der Rendite gehören dir, ohne steuerlichen Reibungsverlust. Der Zinseszinseffekt entfaltet sich in dieser Phase völlig ungebremst – ein Effekt, den unser Wachstumsrechner anschaulich sichtbar macht.

Der Freibetrag ist übertragbar

Ehepaare und eingetragene Lebenspartnerschaften profitieren doppelt: 2.000 € Freibetrag stehen ihnen gemeinsam zur Verfügung. Diese Regelung erlaubt eine elegante Optimierung: Wenn ein Partner deutlich mehr Kapitalerträge hat, kann durch geschickte Depot-Verteilung (getrennte Konten bei zwei Banken, Ehegatten-Split) genau die 2.000-Euro-Marke ausgereizt werden. Bei einer Rendite von 3 Prozent entspricht das einem gemeinsamen Depotvolumen von rund 66.666 €.

Auch der umgekehrte Fall lohnt die Aufmerksamkeit: Wer bereits deutlich über dem Freibetrag liegt, kann durch Umschichtung von wachstumsstarken (thesaurierenden) auf ausschüttende Werte oder umgekehrt seine Steuerlast steuern. Für die reine Netto-Betrachtung nach Abzug aller Steuern lohnt in dem Zusammenhang immer ein Blick in unseren Dividendensteuerrechner.

Häufige Denkfehler

  • „Der Freibetrag greift automatisch." Falsch. Ohne Freistellungsauftrag zieht deine Bank Abgeltungssteuer ab, selbst wenn du weit unter dem Freibetrag bleibst.
  • „Ein Freistellungsauftrag reicht für alle Depots." Falsch. Jede Bank braucht ihren eigenen Auftrag. Die Summe aller Aufträge darf den Gesamtfreibetrag nicht überschreiten.
  • „Kursgewinne zählen nicht dazu." Falsch. Auch realisierte Kursgewinne gelten als Kapitalerträge und verbrauchen den Freibetrag mit.
  • „Wer nichts verkauft, hat auch keinen Freibetrag verbraucht." Teilweise falsch. Dividenden zählen unabhängig vom Verkauf jedes Jahr in dem Moment, in dem sie zugeflossen sind.

Warum der Freibetrag im Depotaufbau ein Anker ist

Für viele Einsteiger ist die erste voll ausgeschöpfte Freibetragsgrenze ein psychologisch wichtiger Moment. Sie bedeutet: Aus reinem passivem Einkommen bezahlst du dir jährlich 1.000 € Cash aus – ohne dass ein einziger Euro davon in die Staatskasse fliesst. Dieser Meilenstein ist deutlich greifbarer als abstrakte Renditeziele und dient vielen Dividendenanlegern als wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg zur ersten „Vier-Kommastelle" in der jährlichen Ausschüttung.

Der Rechner macht diesen Meilenstein visuell greifbar: Der Ring zeigt in Prozent, wie viel deines Freibetrags bereits ausgenutzt ist. 50 Prozent bedeutet: Du hast das halbe Ziel erreicht. 100 Prozent bedeutet: Ab jetzt zahlt jedes weitere Investment auch anteilig Steuern – und der Schwerpunkt kann sich sinnvoll auf Wachstumsstrategien, thesaurierende Fonds oder Auslandsdepots verlagern. Für die steuerliche Feinbetrachtung ausländischer Positionen empfehlen wir dann unseren Quellensteuer-Rechner.

Häufige Fragen

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Der Sparerpauschbetrag ist der Freibetrag, bis zu dem Kapitalerträge in Deutschland steuerfrei bleiben. Er beträgt 2026 exakt 1.000 € für Einzelpersonen und 2.000 € für gemeinsam veranlagte Ehepaare bzw. eingetragene Lebenspartnerschaften. Er wurde 2023 von den historischen 801 € auf 1.000 € angehoben.