DividendenJournal

Kapitel 01 · Dividenden-Rechner

Dividenden-Wachstumsrechner

Sieh in Sekunden, was aus deinem Depot in 20 Jahren wird – mit monatlichem Sparbeitrag, Reinvestition der Ausschüttungen und jährlichem Dividendenwachstum.

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ZinseszinsReinvestitionCompoundingPassives EinkommenDividendenwachstumZinseszinsReinvestitionCompoundingPassives EinkommenDividendenwachstum

Der Rechner

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Depotvolumen nach 20 Jahren

198.764 €

Zum Vergleich ohne Reinvestition: 152.325 € (Kapitalstock plus ausgezahlte Dividenden)

Dividende Jahr 20

22.311 €

Kumulierte Dividenden

116.764 €

mit Reinvestitionohne Reinvestition (Kapitalstock + ausgezahlte Dividenden)

Disclaimer: Reine Modellrechnung mit konstanten Annahmen. Tatsächliche Renditen und Dividendenentwicklungen schwanken. Keine Anlageberatung, keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.

Warum dieser Rechner anders ist

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Die meisten Sparplan-Rechner im Internet arbeiten mit einer einzigen Kennzahl: der jährlichen Gesamtrendite. Für Wachstumsaktien oder ETF-Sparpläne ist das ausreichend. Für den Aufbau eines echten Dividendendepots ist es allerdings zu grob. Denn eine Dividende ist kein statischer Zinssatz, sondern eine Zahlung, die von zwei unabhängigen Grössen beeinflusst wird: der aktuellen Ausschüttungsrendite auf den Kaufpreis und der jährlichen Steigerungsrate. Genau deshalb trennen wir in diesem Rechner beide Parameter voneinander.

Wer beispielsweise heute einen Titel mit 3,5 Prozent Dividendenrendite kauft, dessen Ausschüttung aber jährlich um sechs Prozent steigt, hat nach 20 Jahren eine effektive Ausschüttung auf den ursprünglichen Kaufpreis von deutlich über zehn Prozent. Diese Kennzahl nennt man Yield on Cost. Der Wachstumsrechner zeigt sie dir indirekt: Die „Dividende im letzten Jahr" ist die auf das gesamte Depot berechnete Cash-Ausschüttung im Zieljahr. Sie ist das, was viele Dividendenanleger meinen, wenn sie von ihrem „passiven Gehalt" sprechen.

„Zeit ist das schärfste Werkzeug jedes Dividendeninvestors – nicht das nächste heisse Investment."

Die zwei Kurven im Diagramm

Der Chart im Rechner zeigt zwei Verläufe: Die gestrichelte dunkelgrüne Linie stellt den linearen Vermögensaufbau dar, wenn du deine Dividenden konsumierst und nur die Einzahlungen selbst berücksichtigst. Die goldene, deutlich steilere Kurve zeigt den exponentiellen Verlauf mit Reinvestition. Die Fläche zwischen beiden Kurven ist der berühmte Zinseszinseffekt in reiner Form – jene Rendite, die nur durch das Wieder-Anlegen ausgeschütteter Beträge entsteht und die nach 25 Jahren regelmäßig ein Vielfaches der eingezahlten Summe ausmacht.

In den ersten fünf bis acht Jahren verlaufen beide Kurven fast parallel. Anfänger unterschätzen diese Phase gerne und werden ungeduldig. Der eigentliche Hebel entfaltet sich erst zwischen Jahr zehn und Jahr zwanzig, wenn die jährliche Cash-Dividende so groß wird, dass sie mehr beiträgt als die eigene monatliche Einzahlung. Ab diesem Kipppunkt beschleunigt das Depot wie von selbst – dein Kapital arbeitet härter als du.

Realistische Annahmen wählen

Damit die Prognose nicht in ein Marketing-Märchen abrutscht, empfehlen wir folgende Werte:

  • Startrendite 2,5 – 4,0 %: entspricht klassischen Aristokraten, Blue Chips und dividendenstarken ETFs.
  • Dividendenwachstum 4 – 7 %: langfristiger Median der S&P-500-Aristokraten über die vergangenen 30 Jahre.
  • Zeitraum 20 – 30 Jahre: Der Zinseszins braucht Jahrzehnte, nicht Quartale.
  • Monatsrate 200 – 500 €: realistisch für Berufstätige und die Größenordnung, die tatsächlich einen Unterschied macht.

Werte oberhalb von 5 % Dividendenrendite bei gleichzeitig zweistelligem Wachstum sind zwar rechnerisch möglich, in der Realität aber die Ausnahme und häufig ein Warnsignal (Ausschüttungsquote über 100 %, Sondereffekte, Kursverluste). Solche Kombinationen führen im Chart schnell zu Fantasiezahlen, die im echten Depot niemand erreicht.

Grenzen des Modells

Der Rechner geht von einem gleichmässigen Verlauf ohne Krisenjahre, ohne Dividendenkürzungen und ohne Steuern aus. In der Praxis wird jedes langfristig geführte Depot mindestens zwei oder drei Kursrückgänge von 30 Prozent und mehr durchleben – und genauso viele Phasen erhöhter Ausschüttungen. Beides gleicht sich statistisch aus, führt aber zu einer holprigen Realität, die eine glatte Modellkurve nie abbilden kann. Für die Steuerberechnung nutze bitte unseren Dividendensteuerrechner – für die Frage, wie sich die Rendite auf den Einstandskurs entwickelt, unseren Yield-on-Cost-Rechner.

Zwei kleine Denkanstösse

Wenn du im Rechner bei sonst identischen Werten die Reinvestition abschaltest (also den Ansparzeitraum auf einen Wert setzt, bei dem die goldene Kurve nur langsam abhebt), wirst du sehen: Ohne Reinvestition ist ein Dividendendepot nichts weiter als ein etwas hübscherer Sparstrumpf. Der eigentliche Vermögensaufbau passiert dort, wo Dividenden wieder investiert werden. Und der zweite Denkanstoss: Verlängere den Zeitraum um nur fünf Jahre – von 20 auf 25 – und beobachte, wie sich das Endkapital ändert. Das ist der Grund, warum viele erfolgreiche Dividendeninvestoren so extrem geduldig sind.

Der Rechner ist bewusst schlicht gehalten. Er soll dir kein finales Zahlenwerk liefern, sondern das Gefühl vermitteln, welche Grösse welchen Hebel hat. Verändere die Regler, spiel mit Zeiträumen und Wachstumsraten – und schau, wo die Kurve entscheidend abhebt.

Häufige Fragen

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Der Zinseszinseffekt entsteht bei Dividenden auf zwei Ebenen: Erstens werden ausgeschüttete Dividenden reinvestiert und generieren im Folgejahr selbst Dividenden. Zweitens erhöhen viele Unternehmen ihre Ausschüttung jährlich. Beides zusammen wirkt exponentiell – gerade in den Jahren 15 bis 30 wird der Unterschied zwischen konsumierter und reinvestierter Dividende dramatisch sichtbar.